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Hilarius-Feyer
mit Turney um die Hilarius-Kette

Die Geschichte

Ritter Xenion, der Vieledle der ersten Stund, beobachtete ein gar seltsames Treiben in der Fron- und Heimburg unseres lieben Vater Dingfest der Apachenschreck, allwo sich eine Schreibmaschine zu seiner Benützung befand, und gab den Recken des Feldlagers den Zundt, er habe erfahren auf listige Weis', daß dort geschlachtet worden ein Schwein und die Würste müßten eben fertig sein.

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So marschierten nach der Sippung alle Sassen in die Heimburg des Freundes und forderten laut Anteil an der nach dem ersten Weltbrand selten gewordenen Atzung. Vater Dingfest und seine Burgfrau Priscilla ließen herein die gierige Schar. So aßen sie denn alle gemeinsam vom Schwein nach Lust und nahmen manch Schluck zur Brust bis der Morgen graute.

Blieb auch der Rest vom Schwein nur klein, so ging darob die Freundschaft nicht ein, und immer, wenn sich der Hilariustag jährt, die Bruderschaft sich gemeinsam nährt und lädt dazu alle Freunde ein, was sich bewährt hat in schönen und auch in schweren Zeyten. Weil dies alles zu Hilarius** geschah, also am 12. des Eismond a.U. 61, entstand somit die Hilarius-Bruderschaft mit einem Erzhüter und 12 Botschaftern. Über allem wacht der Patriarch der Hilariussau und Vorsteher der Zunft der Hilarius-Borstenstreichler, Ritter Veltlin der grüne Anniemateur.

 

Heute ist die Hilarius-Feyer ein fester Bestandteil des Klausner Sippungsgeschehens. Alljährlich um den 13. des Eismonds lädt die Klausen alle Freunde zu einem Brudermahl ein. Zugleich findet das jedes Mal unter ein anderes Motto gestellte "Turney um die Hilariuskette" statt.

 

 

* Hilarius ist ein Heiliger der Katholischen Kirche und wird am 13. Jänner gefeiert. Er kämpfte gegen den Irrglauben und wurde deswegen von seinen Widersachern kurzerhand nach Galinaria, einer Insel in der Ägäis, verbannt. Seine letzte Ruhestätte fand er in Parma.

 

** als die Sassen auf der Suche nach einem Namenspatron für ihre Bruderschaft auf den Kalender blickten, war die Mitternachtsstunde wohl schon lange vergangen ...

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